Charisma Guide - der perfekte Auftritt

Überzeugend Auftreten

Wir präsentieren ununterbrochen, egal ob Kennenlernen eines neuen Kollegen, ein Vorstellungsgespräch oder ein Fachvortrag an einer Wissenschaftskonferenz. Kompetenz wird durch den äußeren Auftritt übermittelt, da Intelligenz und Umsetzungskraft von außen nicht direkt sichtbar sind. Man spricht auch vom Halo-Effekt, der kognitiven Verzerrung, wenn von äußeren Faktoren auf Eigenschaften geschlossen wird. Innerhalb von Sekunden machen sich Menschen ein Bild von ihrem Gegenüber zu Kompetenz und Charakter.

Es gibt verschiedene Studien zu dem Einfluss, wie Aussehen, Körpersprache, Stimme und Inhalt zum Gesamtbild eines Menschen beitragen. Unbestritten ist, dass das „Wie“ wichtiger ist als das „Was“. Wenn der „Kompetenz“-Test nicht bestanden wird, wird dem Inhalt keine Beachtung geschenkt. Erst wenn Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit bestätigt sind, ist das Publikum offen für Botschaften.

„Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden.“ Kurt Tucholsky

1. Aussehen

Was Styling für einen Unterschied macht, zeigt dieses Fotografie-Projekt, wo Obdachlose professionell eingekleidet und geschminkt wurden. Auf den Fotos sieht man, dass sich auch der Ausdruck und das Selbstbewusstsein der Fokuspersonen ändert. 
Attraktivität führt nicht nur zu erhöhter wahrgenommener Sympathie und Kompetenzsondern ändert auch die Selbstwahrnehmung.

„Durch Nachteile seiner äußeren Erscheinung darf man sich nicht beirren lassen.“ Aristoteles Onassis

GESICHT

Menschen gucken zuerst auf den Kopf, deshalb sind Frisur und Gesicht wichtig. Dezentes Make-Up wird als Teil des Outfits gesehen und wirkt im beruflichen Umfeld professionell. Eine gute Foundation (zB von Clinique) hilft gesund und aktiv herüberzukommen (ein ebenmäßiges Hautbild & Symmetrie stehen für Attraktivität). Bitte Rouge (creme oder Puder) nicht vergessen, um den Maskeneffekt zu vermeiden und frisch und vital auszusehen. Außerdem kann man mit Mascara, Lippenstift und /oder Augenbrauenstift die Vorzüge hervorzuheben.
Natürlich ist ein Make-Up nicht notwendig, aber wenige Handgriffe lassen das Gesicht schnell vitaler und ausdruckstärker wirken.

Lieblings-Kosmetik

Haare

In erster Linie müssen die Haare gesund und gepflegt aussehen und dürfen nicht zu sehr vom Gesicht ablenken.
Wer strukturiert und sachlich eingeschätzt werden möchte, sollte auch beim Haar auf einen geordneten Look setzen – entweder mit gebändigten offenen Haaren oder zusammengenommenen Haaren (Pferdeschwanz oder hochgesteckt)
Wer dagegen als kreativ und verrückt gelten möchte liegt mit widersprenstigen Locken oder frechen Fransenschnitten genau richtig.

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Körper/Kleidung

Kleidung ist unsere soziale Haut und Projektionsfläche für unsere Mitmenschen. In der Sauna ohne Kleidung und Accessoires ist es deutlich schwieriger unsere Mitmenschen einzuschätzen als auf Kongressen oder in der Innenstadt.
Ein attraktives, Typ-gerechtes, aber vor allem auf die Zielgruppe abgestimmtes Outfit sind ein Hauptstellhebel für einen kompetenten Auftritt.
Ähnlichkeit spielt für Sympathie eine extrem große Rolle.

Ich verbringe die Zeit vor wichtigen Präsentationen oder Terminen, wenn möglich mit Menschen, bei denen ich mich wohl und selbstbewusst fühle. Dann beginne ich den Termin mit einem guten Gefühl.

2. Körpersprache

Wenn wir innerhalb kürzester Zeit andere Menschen einschätzen, hat die Körpersprache eine fundamentale Bedeutung. Sie entscheidet über unser externes Ansehen und beeinflusst unser inneres Aktivitätslevel und unser Wohlbefinden.

Körpersprache - Extern Wirken

Körpersprache - intern

Körperhaltung & -spannung

Eine selbstbewusste und offene Körperhaltung sorgt genau wie ein ein dynamischer Gang für Souveränität und eine höher wahrgenommene Kompetenz. So wirkt Obama zum Beispiel als kompetenter als Trump nur auf Grund seines dynamischeren Gangs.
Frauen müssen aufpassen, sich nicht „klein“ und damit unauffällig zu machen, sondern genug Raum zu finden, ihre Inhalte zu platzieren.

Mirroring - Spiegeln

Menschen passen sich Menschen an, die sie sympathisch finden und finden Menschen sympathisch die sich ihnrer Körpersprache anpassen. Dieser Effekt lässt sich aktiv und passiv nutzen.
Passiv können Gruppen analysiert werden: wer sympathisiert mit wem, wer hört zu, wer hat sich schon zurück gezogen.
Aktiv sind Personen offener für Argumente, wenn sie eine ähnliche Körperhaltung haben.

Mimik

Unser Gesicht ist der Spiegel der Seele und der Mensch ist sehr gut darin, Gesichtsausdrücke seiner Mitmenschen zu interpretieren. Paul Ekman in den 60ern die 7 Grundausdrücke definiert hat, auf die sich heute noch bezogen wird: Freude, Wut, Angst, Ekel, Trauer, Überraschung und Verachtung.
Mikroexpressionen im Gesicht enttarnen in Sekundenschnelle die Emotionen von Gesprächspartner. Sie treten auf, weil das limbische System Informationen schneller verarbeitet als das Großhirn. Das Gesicht offenbart also manchmal Emotionen, die eigentlich im Verborgenen bleiben sollen.
Außerdem werden durch die „Lächelmuskeln“ im Gesicht Glückshormone ausgeschüttet, die die Laune wissenschaftlich nachweisbar verbessern.

♥ Bei schlechter Laune einfach mal einen Bleistift zwischen die Zähne klemmen

Gestik

Gesten können Thesen unterstützen oder komplett wiederlegen. Handbewegungen sind eine Veranschaulichung des gesprochenen Wortes und können dem Zuhörer die Informationsaufnahme deutlich erleichtern.

3. Stimme

„Der Ton macht die Musik“ – Akustik geht direkt ins Herz. Ähnlich wie Gerüche können Töne sehr schnell Gefühle auslösen – denkt nur an euren Lieblingssong. Eine souveräne und wohlklingende Stimme bewegt den Zuhörer und übermittelt Inhalte.

Klangvolle Stimme

Es gibt ein paar Tipps, wie ihr eure Stimme für einer Pubilkum gewinnbringend einsetzen könnt:

  1. Im unteren Drittel der Tonklaviatur sprechen, besonders wenn lauter gesprochen werden muss um alle Zuhörer zu erreichen
  2. Klar und deutlich sprechen
  3. In Höhe/Lautstärke und Geschwindigkeit varrieren. Pausen machen
  4. Am Ende des Satzes mit der Stimme heruntergehen

4. Inhalt

Auch wenn es jetzt nicht mehr so aussieht, aber der Inhalt der erzählt wird, hat durchaus auch eine Relevanz. Wenn die Inhalte authentisch und souverän herüber gebracht werden, müssen sie nur noch Publikum-gerecht aufbereitet werden.

Einfache Struktur / einfache Message

Inhalt einfach rüberbringen

„If you can’t explain it simply, you don’t understand it well enough.“
Albert Einstein

Die Zuschauer haben überwiegend deutlich weniger Wissen in Eurem Fachgebiet als Ihr selbst. Ähnlich wie in der Software-Entwicklung bietet sich an, vom DAU, dem Dümmsten Anzunehmenden User auszugehen. In meiner Firma gilt der Grundsatz Management-Vorlagen nach dem KuV-Kinder und Vorstands-Prinzip zu erstellen. So simpel aber auch aussagekräftig, dass auch ein Kind sofort versteht, worum es geht. Versucht, genau zu verstehen, welchen Nutzen die Zuhörer aus dem Vortag/Gespräch ziehen können und richtet Euren Inhalt danach aus.

Inhalt emotional rüberbringen

„Kindern erzählt man Geschichten, damit sie einschlafen – Erwachsenen, damit sie aufwachen.“
Jorge Buca

Storytelling

“Ohne Gefühle gibt es keine Erinnerung”, sagt der Psychologe Hans Markowitsch. Wenn ein Reiz vom “Gefühlszentrum” im limbischen System besonders positiv oder negativ bewertet wird, sorgen Botenstoffe für Gedächtnisbildung.
Je stärker der Gegenüber also emotional involviert wird, desto länger erinnert er sich an das Ereignis. Im besten Falle werden wissenschaftliche Erkenntnisse oder Inhalte also anhand von direkten Beispielen veranschaulicht. Reine Statisten sind unemotional – oder haben Sie schonmal Geld gespendet, weil Ihnen vorgerechnet wurde, wieviele Menschen jährlich verhungern? Wenn Sie die Menschen persönlich kennenlernen sieht das schon ganz anders aus.

„Data does not go viral. Stories do.“
Lisa Johnsona

Ein souveräner Auftritt schafft zuerst Glaubwürdigkeit und Kompetenz und stellt dann Inhalte möglichst anschaulich dar. Achtet bei der Vorbereitung einer Präsentation oder eines Vorstellungsgesprächs auch darauf, wie Ihr auftretet und wie Ihr Eure Botschaften emotional verpackt. 

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